wo der pfeFFer wächst

Arbeiten, Weltreisen oder „the joy of living“ ?

  1. Mai, Tag der Arbeit. arbeit nervt und bück dich hoch dominieren die Assoziationsketten in meinem Hirn. Hangover und I love it folgen automatisch. Franzobel schreibt im Standard einen Aufsatz darüber, warum wir die Arbeit abschaffen sollen und im Spar begegnet mir eine Mitte 20-Jährige mit geschätzten 10 übereinandergestapelten Packungen Magertopfen, die ihrem Partner erklärt: „Ich zieh das jetzt durch, bis ich meine Idealfigur hab.“ Blondes langes Haar, schlank, lange Beine, große Oberweite, Minirock und Higheels. Daneben ich, klein, aufgeschwemmt mit riesiger Kugel, selig mit mir und an Franzobels Worte denkend…

„Arbeit, das ist Karriere, Kaufkraft, Konsum, Seelenheil – der gemeinsame Nenner aller erfolgreichen Ideologien. Alles wird zur Arbeit: Sex, Eitelkeit, Krankheit, Essen, Sterben, die Summe aller Sünden.“

Wenn wir Arbeit so definieren, wundert mich die „Sch… auf alles“-Attitüde aktueller Charthits nicht im geringsten. Dann ist der 1-Euro-Party-Bollwerk-Rausch von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend obligatorisch. Dann ist auch verständlich, warum in so vielen Reiseblogs von WeltenbummlerInnen zu lesen steht, dass sie endlich den „9 to 5 – Job“ hinter sich lassen, die Monotonie, den Druck der westlichen Welt. Alles so stressig, alles so eng. – Dafür dann lieber 15 Länder in 20 Tagen und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten fotografieren, die wir zu Hause eh schon kennen und auch im Reiseführer abgebildet sind. Alles wird zur Arbeit. Auch Reisen.

been there, done that

Ich war selbst so eine Reisearbeiterin. 12 Länder in 6 Monaten. Alle zwei Tage Blogeintrag, unzählige Fotos, Lonely Planet sagt ich muss dorthin, Lonely Planet sagt ich muss dahin. Lonely Planet ist meine Bibel, und die von zig anderen BackpackerInnen.  In Hostels trifft sich der gemeine Backpacker und tauscht sich über Reiserouten, Vorhaben, to-do Listen und Reisedauern aus. Du bist nur 3 Monate unterwegs? pfff… Ein halbes Jahr? – geht so. Ein Jahr? – challenge accepted. Drei Jahre oder für ewig? – Hero! Wichtig ist aber auch die Aufmerksamke© Katja Grachit untereinander. Das Ehepaar Schmid, das seit 28 Jahren ununterbrochen unterwegs ist und dem gar ein mehrseitiger Artikel im GEO-Spezial „Weltreise“ gewidmet wurde, scheint leicht verärgert darüber, dass sich die Daheimgebliebenen nicht mehr so sehr für ihren Rekord interessieren.  Andere bloggen wie verrückt dieselben Reiserouten wie 50 andre mit denselben Fotos und kriegen sich gar nicht ein vor lauter Definitionsmacht in ihren Fazits. EuropäerInnen erklären anderen EuropäerInnen die Welt. Wo ist es billig, wo zocken sie dich hab, wo ist es „ursprünglich“ und wo sind die Leute nett. Die Fans zu Hause, denen zum Abhauen das Geld oder der Mumm fehlt, sitzen mit Speichel im Mundwinkel zu Hause am Computer und verfluchen ihr Leben.
Dabei hat sich die Reise um den Globus in der Welt der 20 – 30Jährigen längst zum goldenen Kalb hochstilisiert, vom Lamborghini zum Arschgeweih „inflationiert“.

Wenn die ReisearbeiterInnen zurückkehren sind sie schließlich alle traurig und geschockt. Vermissen das Rastlose, die ReisegefährtInnen; und bieten sich fortan als Couchhosts an, um wenigstens einen Hauch von Globalität in ihre triste geordnete Welt zu bringen. Klingt nach Pensionsschock; heißt Eigenkulturschock. Manche erholen sich nach Monaten (ich), manche gar nie (kenn ich auch).

tik tok…die zeit rennt und arbeit nervt

Arbeiten scheint immer mit dem Blick auf die Uhr verbunden. Die biologische Kinder-kriegen Uhr, die mit-30-baut-Körper-nur-mehr-ab-ich brauch-schnell-noch-einen-Six-Pack-Uhr, die Bis-zum-Sommer-Bikini-Figur-Uhr, die Bevor-ich-sterbe-muss-ich-noch-das-das-das-und-das-gemacht-haben-Uhr….

„Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do.“ (Mark Twain)

Eine Menge Leute verstehen Zitate wie diese als Aufforderung den Job hinzuschmeißen, sich Scheiden zu lassen, ein Cabrio zu kaufen oder für immer nach Mallorca zu ziehen.  Überhaupt für viele Menschen aus unseren Breitengraden scheint das absolute Seelenheil im Nie-Mehr-Arbeiten und Nur-Mehr-Reisen zu liegen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Mark Twains Zitat in diesem Sinne war. Auch Michael Petrowitsch gibt im aktuellen Megaphon über Arbeit (was sonst) zu bedenken:
<h3 style="text-align:right;">"Das Gefrage um Arbeit und Geld, ob es denn gerecht und verteilt wär, ist nervig. Wieso sollte ausgerechnet Arbeit gerecht verteilt sein? Gesundheit und Liebe sind
s ja auch nicht.“
Wir sind alle Luxusgeschöpfe, wenn wir uns © Katja Grachwirklich darüber so viele Gedanken machen können. Nicht umsonst schreibt der All-time-Reisende Craig that`s the only luck I believe in – the place you were born.“

Worüber jammern wir also? Über unsere Wahlfreiheit? Schön, wenn uns die Arbeit Spaß macht, schön, wenn wir uns selbst unsre Jobs schaffen können. Wenn nicht, auch gut. Die Menschen, die unsere Smartphones zusammenbauen, oder die, die sie dann wieder verbrennen, um an die Rohstoffe zu kommen, die die unsre Wintertomaten in Spanien pflücken, oder unsre Kleider in China nähen oder sich fragwürdiges Englisch von reisenden Non-Native-Speakers im Rahmen von Volunteering beibringen lassen – verfügen zumindest nicht darüber. Auch nicht die rumänischen SaisonarbeiterInnen, die hierzulande jene Arbeit verrichten, die wir anderswo als tolle Erfahrung (woofen) loben.

Bringt sie einen Stempel im Pass, hat sie das Zeug zur Erleuchtung, bringt sie nur einen schmerzenden Rücken innerhalb der Landesgrenzen, nervt sie einfach, die Arbeit.

Dabei ist sie ein Privileg, unsere Nationalität die nötige Währung dazu. Gerne vergessen wir die Krankenversicherung, die zu Hause auf uns wartet, überhaupt die Rückkehroption wenn wir vom lebenslangen Reisen träumen.

raus aus dem system? – das system bist du

SelbstversorgerInnen arbeiten ständig. Ebenso Selbständige. Natürlich teilen sie sich ihre Zeit selbst ein uns sitzen dabei im Grünen. Bloß viel weniger arbeiten sie nicht, eher im Gegenteil. Abgesehen davon, gibt es ohnehin genügend prekäre Dienstverhältnisse am Arbeitsmarkt, die vom „9 to 5“ -Modell abweichen. Wer dies lieber rund um den Globus tut, auch fein. Mensch lese allerdings mal die weise Anekdote von Heinrich Böll zur Senkung der Arbeitsmoral.

„To wish you were someone else is to waste the person you are.“ –
(VerfasserIn unbekannt)

All jenen die traurig dem Sommer entgegen blicken, weil sie sich nicht mehr als zwei Wochen Urlaub leisten können, und jenen, die in der Monotonie ihres Alltags versinken, seien folgende Denkanstöße gewidmet, die sie überall auf der Welt (auch zu Hause!) umsetzen können:

© Katja Grach

tipps für alle, denen das geld zum aussteigen oder abhauen fehlt

  1. Spiel Robinson Crusoe und lerne etwas Neues. – Pflanze Gemüse auf deinem Balkon, näh einen Polsterbezug selbst, lern eine Sprache, ohne besonderen Grund, backe dein Brot selbst, stell Salben her, koch Marmelade ein, hacke Holz, mach dein Pesto selbst, bastle Sexspielzeug aus Fahrradteilen…was auch immer. Trotze der Bequemlichkeit des Kaufhauses und probier‘ etwas aus, von dem du bislang dachtest, das kriegst du nie hin.
  2. Stell deine Möbel um. – Anderes Drumherum, bringt andere Perspektiven.
  3. Trotze deinen Fernsehgewohnheiten – Hör auf deinen Alltag nach dem Fernsehprogramm auszurichten und räum das Ding komplett weg. Oder fang an deine Lieblingsserie mal im Originalton an zu sehen. Anstrengend? Was denkst du, in welcher Sprache du dich auf Reisen unterhältst? – Oder leih dir statt Blockbustern mal europäische Filme aus, die auf Festivals gelaufen sind und finde heraus was das spezifische an französischen, spanischen, skandinavischen oder österreichischen Filmen ist.
  4. Verzichte auf dein Smartphone als Wörterbuch, wenn du im Ausland bist. – Bestelle einfach irgendwas und lass dich überraschen. Sprich wiedermal mit Händen und Füßen. Gut fürs Hirn, gut für die Motorik.
  5. Verkleide dich wenn grad keine Mottoparty ist – und geh dann abends weg. Versuch dabei aber nicht besonders blöd oder gut auszusehen und erkläre dich auch nicht dafür.
  6. Unternimm eine Tageswanderung direkt ab deiner Haustür und lass dich treiben. Du wirst Kleinode und skurrile Dinge finden, ganz egal ob du in der Stadt oder am Land wohnst.
  7. Iss mal was anderes – Nutz den Bauernmarkt oder den Bioladen, falls du dort noch niemals warst. Finde heraus, was mensch aus roten Linsen, Bulgur, Amaranth, Kichererbsen, Avocado, Quinoa, Süßkartoffel usw. alles kochen kann oder probier einfach mal Joghurt und Fleisch vom Bauern. Geschmacksexplosionen…
  8. Spiel SchmetterlingsforscherIn – geh raus und beobachte die Menschen, als wärst du EthnologIn. Damit lassen sich sowohl unliebsame Veranstaltungen ertragen, an denen mensch lieber nicht teilnehmen möchte, als auch neue Perspektiven gewinnen.
  9. Steh ganz früh auf – und fahr noch vor Sonnenaufgang in die Arbeit. Es fühlt sich an wie in Urlaub fahren und den Sonnenaufgang siehst du auch.
  10. Geh nachts im Wald spazieren
  11. Lade Unbekannte in deine Wohnung ein, wohne in Wohnungen von Unbekannten, oder schreibe Unbekannten
  12. Reise ohne Reiseführer und verzichte auf alle Sehenswürdigkeiten
  13. Lies!!!!
  14. Miste aus – Verschenke was schon ewig in deinen Schränken rumlungert und mach dich frei von Ballast, den du nicht brauchst. Auf einer Weltreise musst du ebenfalls mit wenig auskommen. Was würdest du nicht vermissen? Wenn du es los bist herrscht wieder mehr Platz in deinem Kopf für andere Gedanken (statt: das muss ich auch mal verwenden, noch machen, wieder mal anziehen). Weg damit!
  15. Geh doch mal in die Kirche – Statt der 20. Tempelbesichtigung auf Bali und der Hagia Sophia in Istanbul besuch doch mal einen afrikanischen Gottesdienst in deiner Stadt, geh ins buddhistische Zentrum oder wirf einen Blick in eine Synagoge oder einen Friedhof, der nicht deiner Konfession entspricht. Geh auf Entdeckungsreise.
  16. Erfreue dich an den kleinen Dingen des Alltags –  im „Book of Awesome gibt’s jede Menge Anregungen.
  17. Nimm an einer Demo teil – hast du Unmut aufs System? Tu ihn kund.
  18. Mach Radio – nicht nur in der Großstadt, teils auch im Ländle finden sich freie Radios. Ein kleiner Workshop und du bist befähigt deine eigene Sendung zu gestalten. Spread the word
  19. Engagiere dich – neben den herkömmlichen ehrenamtlichten Tätigkeiten, gibt es in größeren Orten meist Zusammenschlüsse aller Art von kreativen Menschen, die dichten, Saatgut austauschen, Nachbarschaftshilfe leisten, Literaturzeitschriften herausgeben, usw. Mach dich schlau und mach mit, wo es dir gefällt
  20. Fahr mit Öffis – wenn du pendeln musst, nutz den Zug. Beam dich weg mit einem Buch, dreh einen Film oder spiel einfach wieder mal SchmetterlingsforscherIn
  21. Lies die Schildkröte

trost des privilegs – warum sich dableiben lohnt

Es gibt einfach tausend Wege sein Leben etwas aufregender zu gestalten, ohne dafür um den Globus zu gondeln. Vor allem spart mensch sich den langanhaltenden Eigenkulturschock, dem ich niemandem wünsche. Meiner hat ganze 9 Monate gezählt. Und manch eine/r lebt sich schon bei einem halben Jahr Erasmus anderswo ein und findet nur schwerlich wieder zurück.

Wer da bleibt, hat Gestaltungsmöglichkeit.

Gerade weil ich in wenigen Wochen Mama werde, hab ich mir oft überlegt, ob ich wieder auf © Katja GrachReisen gehen wollen würde, woanders ein Leben aufbauen, mich einfach treiben lassen – „frei“ sein wie es so schön heißt. Aber „frei“ wäre ich dann wohl nicht. Folgendes würde ich vermissen:

  • Familie – selig sind jene von uns, die Familienbande haben. Auch wenn sich bestimmte Anschauungen zwischen Generationen unterscheiden – die Dinge, die eine/n oft am meisten nerven, haben immer mit einer/m selbst zu tun. Nirgendwo lernt mensch so viel, wie in der Auseinandersetzung mit der eigenen Familie, nirgendwo kann mensch so bedingungslos aufgefangen werden.
  • Freundschaften – unterwegs lernt mensch viele aufregende Personen kennen, die offen sind, mit denen mensch sofort auf einer Wellenlänge ist. Eine Schulter zum Ausheulen, ein Notquartier oder einfach Verständnis, ohne dass viel erklärt werden muss – brauchen hingegen echte Investition, vor allem Zeit. Wer ständig weiter zieht, muss zwangsweise darauf verzichten.
  • Generationenfeeling – Ich bewundere Menschen, die es aushalten 5, 9, 28 Jahre lang unterwegs zu sein. Natürlich lassen sie sich immer wieder mal an einem Ort nieder. Kein Mensch hält das Nomadentum durchgehend aus. Was sie trotzdem vermissen, ist das was unsereins in Partys a la „best of the 80ies“, „worst of the 90ies“ zelebriert. Das Lebensgefühl einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort schweißt zweifelsohne kulturell zusammen. Sonst wär Tschisi niemals zurückgekehrt und David Hasselhoff würde keine Massen an 30jährigen auf seinen Österreich-Konzerten begrüßen. Und in diesen Erinnerungen lässt sich auch noch mit 90 mit Bekannten schwelgen.
  • ortsüblicher Humor – Flight of the conchords sind ja unterhaltsam, aber auf Dauer mit anglophonen Menschen nur über ihre Art von Humor zu lachen, ist nicht dasselbe wie Grissemann & Stermann, wie österreichischer Film, wie Muttertag. Humor kann mensch nicht/nur schwer anlernen. Schön ist, wenn er geteilt wird. Aber als Weltreisende/r sind Landsleute in der engeren Umgebung ja irgendwie verpönt.
  • Essen – auf langen Reisen gibt es natürlich immer ein anderes (schmaleres)Budget. In billigen Ländern existiert zwar auch Leckeres und Außergewöhnliches. Allerdings wurden wir ja alle mal geschmacklich sozialisiert. Und nur daheim, schmeckt’s eben wie daheim. Allein Bernerwürstel, Kaiserschmarrn, Lasagne und Apfelstrudel in Thailand und Neuseeland wie zu Hause zu zu bereiten, ist keine leichte Sache. Wer gerne kocht, stößt im Ausland zwar auf Neues, aber nicht auf dasselbe. Und Schwarzbrot. Nirgends gibt’s Schwarzbrot.
  • Wasser – Trinkwasser kommt hier aus der Leitung, und Wasser zum Duschen lässt sich wunderbar nach gewünschtem Wärmegrad verstellen. Manche besitzen sogar den ultimativen Luxus: eine Badewanne. Auf richtigen Backpacker-Weltreisen alles eher selten.
  • Heimkommen, liegen lassen, Toilette benutzen – einfach heimkommen, die Tür zu machen und in den eigenen vier Wänden sich auf die Couch werfen. Keine Konversation mit Couch-Hosts, keine schnarchenden Dorm-MitbewohnerInnen, alles deins. Keine Sorgen machen, dass irgendjemand dein Zeug mitgehen lässt, du sparst dir den Locker in den du nie aller reinbekommst, und kannst so lange in Ruhe auf der Toilette sitzen (!), wie du magst. Niemand rüttelt an der Tür, it’s all yours.
  • Post – ich liebe Post. Ohne feste Adresse keine Post. E-Mails sind keine Post. Pakete, Briefe und Postkarten sind Post.
  • Rituale – ich esse nicht immer genau zur selben Zeit, und meine Wochen verlaufen teils recht unterschiedlich, aber wie schön ist es,  wenn mensch sich auf bestimmte Dinge verlassen kann, freuen kann. Verabredungen mit Menschen, mit denen gerne Zeit verbracht wird, ein ausgedehntes Frühstück am Wochenende, überhaupt der Unterschied zwischen Arbeitstag und Wochenende, oder bestimmte Feiertage, auf die eine/r sich freut.
  • Politisches Handeln – ja sicher, Briefwahl gibt’s, aber ehrlich, wie nutzen ohne festen Wohnsitz? Und politisches Handeln und Mitgestalten ist mehr. Bewusste Kaufentscheidungen lassen sich in der Heimat um vieles leichter treffen als auswärts, wo sowohl ausreichend Informationen als auch das nötige Budget fehlen. Ich kann mein Umfeld anderswo kaum verändern, denn es verändert mich, da ich ständig neuen Input bekomme und meine Bekanntschaften nicht von Dauer sind. Mein Einfluss ist gleich Null. Und Volunteering ist nun wirklich nicht das, was großen Einfluss ausübt. Eher auf mich. Die Menschen, die am Drücker sitzen, die mit ihren Entscheidungen und Anschauungen die abhängige Masse anderswo lenken sitzen nicht auf einer indonesischen Insel, sondern in Mitteleuropa. Natürlich kann ich irgendwo „armen Menschen“ helfen. Ich kann auch Schmerztabletten nehmen zur Symptombekämpfung. Oder ich kann auch etwas tun. Mich bewegen, und andere. Genau dort, wo ich jetzt bin.

Reisen vs. Arbeiten – wir jammern eindeutig viel zu viel und gestalten zu wenig. Nutzen wir die Privilegien, die uns in die Wiege gelegt wurden sinnvoll für uns und andere.

Be the change you want to see in the world.

Amen.🙂

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